Wieso sind Social Enterprises relevant?

Wir stehen vor gewaltigen Herausforderungen: Klimakrise, digitale Transformation, demographischer Wandel, zunehmende Flüchtlingsbewegungen, ein veraltetes Bildungssystem… Der Staat übernimmt viele dieser Aufgaben, allerdings sind politische Entscheidungen häufig durch langwierige Prozesse, strikte Regularien und Silodenken gekennzeichnet. Angesichts der Komplexität und Dringlichkeit der Handlungsfelder benötigen wir jedoch eine große Bandbreite an flexiblen, agilen und innovativen Lösungsansätzen mit dem Blick für Synergien sowie eine sektorübergreifende Zusammenarbeit. Social Entrepreneurship nimmt sich dieser Probleme im sozialen wie ökologischen Bereich an.

Immer mehr Gründer*innen sehen sich selbst in diesem Bereich verankert. Im Deutschen Startup Monitor 2019 ordnen sich 36% der Befragten unter „Nachhaltigkeit“ oder „Social Entrepreneurship“ ein. KfW Research stellt im Report „Social Entrepreneurs in Deutschland: Raus aus der Nische – 154.000 ‚junge‘ Sozialunternehmer im Jahr 2017“ dar, dass 9% aller Jungunternehmen in Deutschland Social Entrepreneurs sind und argumentiert, dass die Bedeutung von Sozialunternehmen durch eine wachsende Wahrnehmung steigt.

Mit ihren integrativen Ansätzen sind Social Entrepreneurs wichtige Innovationstreiber. Die Verknüpfung von Wirtschaft und gesellschaftlicher Orientierung erzeugt ein Spannungsfeld aus kreativer Reibung, das oft unerwartete neue Entwicklungen hervorbringt. Laut einer Studie von Ashoka und McKinsey schlummert in Social Entrepreneurship ein Potenzial von mehreren Milliarden Euro, die jährlich eingespart werden könnten. Diese Innovationen sind somit nicht nur aus soziologischer oder technischer Perspektive wertvoll, sondern auch volkswirtschaftlich. Das erkennen auch zunehmend Bundes- und Landesregierungen, die vermehrt die Absicht zeigen, Social Entrepreneurship stärker als bisher zu fördern.

In unserem Handbuch finden Sie wichtige Tips für Ihre Gründungsberatung von Social Enteprises.