Was ist ein Wirkungsmodell?

Da die Lösung einer gesellschaftlichen Herausforderung das primäre Ziel von Social Entrepreneurs ist, steht im Gegensatz zu konventionellen Gründungen die Maximierung der Wirkung statt des Profits im Mittelpunkt. Sie handeln wirkungsorientiert. Die Frage „Bewirke ich mit meinem Social Enterprise auch tatsächlich die positive Veränderung, die ich erreichen möchte?“ müssen sich Social Entrepreneurs im Zuge ihrer Gründung – und auch danach – kontinuierlich stellen. Die weiteren Teile ihres Social Enterprises wie z.B. das Geschäftsmodell unterstützen dieses Ziel, sind aber gegenüber der Wirkung nur zweitrangig.

    Das Wirkungsmodell ist eine konzeptionelle Veranschaulichung, auf welche Weise, die konkreten Maßnahmen einer Organisation über die Wirkungsempfänger*innen eine gesellschaftliche Wirkung entfalten – eine Kausalkette also. Durch die Erarbeitung eines Wirkungsmodells können die Gründer*innen ihre intendierte Wirkung systematisch betrachten und besser planen. Im Rahmen ihres Wirkungsmodells definieren Social Entrepreneurs

    • ihre Begünstigten, also die Zielgruppe ihrer Mission
    • die Maßnahmen, die sie ergreifen wollen, um ihr Wirkungsziel zu erreichen und
    • Annahmen darüber, wie diese darauf hinwirken, die gesellschaftliche Herausforderung zu lösen.

    Das in der Entwicklungszusammenarbeit entstandene „Input-Output-Outcome-Impact-Modell“ ist eine seit Jahren etablierte Methode, um die (geplante) Wirkung einer Organisation darzustellen. Die einzelnen Stufen bauen wie folgt aufeinander auf:

    Die Wirkung zu konzipieren ist jedoch nur der Anfang. Zur Sicherstellung, dass die durchgeführten Aktivitäten auch wirklich die geplanten Ergebnisse zeitigen, ist eine kontinuierliche Beobachtung und Steuerung wichtig. Das folgende Schaubild verdeutlicht den „Wirkungszyklus“ aus Planung, Analyse und Anpassung:

    In unserem Handbuch lesen Sie mehr zum Thema Wirkung. Wir erklären, wie Sie die Wirkungslogik in Ihrer Grundungsberatung einbauen können.